New Logistics

Speditionen go B2C

Das ‘Lockdown-Quartal 2/2020’ hat den Onlinehandel um 60% im Vergleich zum Vorjahresquartal steigen lassen. Nun, dass Covid-19 wie ein Katalysator für Onlineservices wirkt, ist mittlerweile ein ‘no-brainer’.

Kurier-, Express- und Paketdienste (KEP) stehen dabei in der ersten Reihe der Profiteure – auch das ist keine Überraschung. Dass Stückgutnetze als klassische B2B-Diensleister ebenfalls zu den Gewinnern bei der B2C-Zustellung gehören, hätte indes sicher nicht jeder prognostiziert. Laut Zahlen des Fachblatts ‘DVZ’ sind die täglichen Privatzustellungen beispielsweise im Stückgutsystem IDS von 300 in 2011 auf 8500 im letzten Jahr gestiegen. Das ist nahezu Faktor 30! Für IDS selbst ist der Anteil bei den B2C-Zustellungen von knapp 1 Prozent auf 19 Prozent gestiegen.

Im gesamten Bereich Stückgutmarkt betrug der B2C-Anteil 2019 schon 10,5%. Wie kommt diese Entwicklung zustande?

Technische Entwicklungen, Änderungen im Nutzerverhalten sowie Weiterentwicklung der Stückgut-Transporteure sind wohl die Haupttreiber.
Weniger Privatpersonen möchten den Transport von Geschirrspüler, Rasenmäher oder Kommode selbst übernehmen.
Angepasste technische Systeme und Prozesse haben zu kurzen Lagerzeiten und zeitgemäßer Kundenkommunikation geführt. Wie im DVZ-Artikel zu lesen ist, haben auch Änderungen bei den Zahlmethoden unterstützend gewirkt. Der Anteil der Bezahlung per Nachnahme liegt bei unter 1 Prozent. Paypal und Kreditkarten sind die Zahlmethoden der Stunde.

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